Über mich

Nun ist es so weit, dass ich endlich mein Anliegen auch im Internet mit andren Teilen möchte. Da ich euch nicht langweilen möchte, nur kurz ein paar Infos zu meiner Person. Ich bin Sunny und 28 Jahre alt. Studiert habe ich Lehramt mit Schwerpunkt auf Sport, Deutsch und Geschichte. Mein persönliches Interesse am Thema Selbstverteidigung und -schutz hat seinen Ursprung in der 10. Klasse Gymnasium, als uns unsere Sportlehrerin (eine Ordensschwester) im Unterricht mit dem Thema konfrontierte. Gerade da ich auf einer reinen Mädchenschule unterrichtet wurde und aus einem sehr behüteten Umfeld kam, hatte ich mir über die Thematik vorher nie Gedanken gemacht.

Selbstverteidigung will gelernt sein.
Beim Training für den Ernstfall. 😉

Erste Trainingseinheiten in der Schule

Heute rechne ich es unserer Lehrerin hoch an, dass sie damals nicht nur das Thema ansprach, sondern gleich sechs Sportstunden investierte, um uns einige Griffe bei zu bringen. Für mich persönlich war es faszinierend, wie sich die Übungen positiv auf mein Selbstbewusstsein auswirkten. Gerade die Erfahrung auch gegen größere und schwerere Personen bestehen zu können, war für mich wie eine kleine Offenbarung. Nachdem einige einfache Handgriffe und Verhaltensweisen saßen, lud unserer Lehrerin auch den Besitzer der örtlichen Kung Fu Schule ein, der uns zwei Stunden lang Tipps gab und uns auch zu einem Probetraining in seiner Schule einlud.

So etwas passiert doch nur anderen

Mit der Idee, an einem Probetraining teilzunehmen, im Gepäck sprach ich damals mit meiner Mutter, um ihre Erlaubnis einzuholen. Diese war alles andere als begeistert und erklärte mir, dass wir ja hier nicht in der Großstadt wären und Selbstverteidigung bei „uns“ nicht nötig wäre, denn auf dem Dorf lebt man ja sicher, ruhig und man kennt doch alle. So geriet das Probetraining in Vergessenheit, bis zu einem Vorfall ein Jahr später. Ich und meine Freundin waren bei einer örtlichen Veranstaltung, dem jährlichen Johannisfeuer. Auf dem Weg nach Hause bildeten wir uns ein, Schritte hinter uns zu hören. Doch als da nichts war, haben wir dies abgetan und trennten uns in der Dorfmitte, denn das letzte Stück unseres Heimwegs mussten wir in entgegengesetzter Richtung bestreiten. Am nächsten Tag erzählte mir meine Freundin, dass plötzlich ein fremder Mann neben ihr war und sie einlud mit ihm zu kommen, um noch etwas zu feiern. Als sie dies ablehnte, hielt er sie am Arm fest und wollte sie nicht gehen lassen, ihr Glück war jedoch, dass eine Gruppe Jungs vorbei kam und der Mann daraufhin losließ und ging. Als meine Mutter von dieser Geschichte erfuhr, war plötzlich das Thema Selbstschutz sehr präsent für sie und sie besorgte mir ein Pfefferspray, damit ich mich im Notfall verteidigen könnte. Am nächsten Tag rief mein Vater bei der Kung Fu Schule an, da er meinte, dass es besser wäre, wenn ich körperlich fit wäre und mich auch ohne Hilfsmittel verteidigen könnte. So begann ich zwei Wochen später mit dem regelmäßigen Training und habe bis heute nicht mehr damit aufgehört.

Mein gespaltenes Verhältnis von Hilfsmitteln zur Selbstverteidigung

Als meine Mutter mir mein erstes Pfefferspray besorgte, wusste weder sie noch ich, dass die Anwendung solcher Hilfsmittel nicht einfach ist und auch nicht ganz gefahrlos. Auch wurde zu dieser Zeit noch nicht wirklich viel über die Problematik und die Rechtslage gesprochen, besonders nicht bei uns auf dem Dorf. Heute halte ich zwar Hilfsmittel zur Selbstverteidigung durchaus für sinnvoll, jedoch weiß ich auch darum, dass nicht jedes Hilfsmittel legal ist und so manches Opfer eines Angriffs im Nachhinein wegen dem Einsatz von Pfefferspray, Elektroschockern oder einem Kubaton Probleme bekommen haben. Deshalb werde ich nach und nach einige Themen hier ansprechen, die nicht unbedingt leichte Kost sind. So spielt auch im Bereich der Selbstverteidigung und dem Selbstschutz immer die Gesetzeslage eine wichtige Rolle und auch dies werde ich versuchen, genauer zu beleuchten, damit ihr eine Übersicht bekommt, wie ihr euch verteidigen könnt, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.